Ohne Kontrollraum

Facebook hat 2012 eine Woche lang an den Newsfeeds von fast 700.000 Menschen gedreht und ihre Wortwahl um ein Zehntel Prozentpunkt verschoben. Zwei Updates an KI-Begleitern haben die Tonlage in den Foren ihrer Nutzer um zweistellige Werte verändert, ohne dass es jemand darauf angelegt hätte. Über eine Dystopie, der nur der Kontrollraum fehlt.

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Drei Mönche, ein Kloster

Der letzte Text endete mit einer offenen Frage: Sind drei KI-Systeme, die sich gegenseitig prüfen, mehr als drei Mönche im selben Kloster? Dann kam die Antwort, aus der Kommentarspalte, von Leuten aus dem Maschinenraum. Über Prüfer, die anders irren, dissimilare Redundanz und die Frage, was aus Redaktionen wird, wenn Text billig ist und unabhängige Urteile teuer.

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Person in a hazmat suit reads a book among stacks of books and cardboard boxes in a warm, dim warehouse-like library.

Das Geglaubte von gestern

Seit Ende April kauft ein kanadischer „Buchrecycler“ nachts europäische Antiquariate leer – fast nur Sachbücher, so gut wie nie Romane. Die plausibelste Erklärung führt zum KI-Training: Das Netz ist als Quelle abgeerntet, gesucht wird menschengeschriebener Text. Oder, in der Grammatik dieses Blogs: Für den Mönch wird Glaubbares gesucht. Wer sucht, bleibt offen – und das ist der Befund.

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