Ranking war gestern. Das neue Ziel heißt: von ChatGPT, Perplexity und Claude zitiert werden. Warum das für alle, die schreiben, eher Verlust als Gewinn ist.
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Kann Spuren von maschinellem Denken enthalten
Ranking war gestern. Das neue Ziel heißt: von ChatGPT, Perplexity und Claude zitiert werden. Warum das für alle, die schreiben, eher Verlust als Gewinn ist.
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Leute, die sich bei der KI bedanken, gelten als naiv. Aber versuchen Sie einmal, eine Maschine anzusprechen, ohne sie anzusprechen: Unsere Grammatik kennt keine Anredeform für ein Es. Warum das Du keine Entscheidung war — und warum die Siezer der eigentlich interessante Fall sind.
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Diese Woche fordern Anthropic, der Papst und ein KI-Mythbuster fast gleichzeitig dasselbe: eine Pause. Dabei steht die Antwort seit 1936 fest. Eine Maschine, die nur Wahres glaubt, lässt sich nicht bauen – und Douglas Adams hat 1987 das Datenblatt dazu geliefert, ohne es zu merken.
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Douglas Adams‘ Electric Monk glaubte stellvertretend, damit wir es nicht mussten. Die neuen Bildgeneratoren drehen den Witz um — sie laden uns ein, selbst ins Kostüm zu steigen. Über einen NZZ-Gastkommentar, ein Mietkostüm aus dem Theaterfundus und die Frage, wer es abends zurückhängt.
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In derselben römischen Kirche, in der Galileo einst abschwören musste, berät die katholische Kirche heute das Silicon Valley. Und ausgerechnet die Atheisten unter den KI-Entwicklern greifen zum religiösen Vokabular, sobald sie über ihre Maschinen sprechen. Warum?
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Ein defekter Glaubensapparat, der mit Inbrunst falsche Dinge für wahr hält. Das hat Douglas Adams 1987 erfunden, und es liest sich heute wie eine Vorausschau aufs Sprachmodell. Aber Adams‘ Mönch glaubt etwas. Ein Sprachmodell glaubt nichts. Über den Unterschied — und warum er wichtig ist.
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Heute, 135 Jahre nach Rerum novarum, hat Papst Leo XIV. seine erste Enzyklika veröffentlicht. Sie versteht KI als die neue soziale Frage unserer Zeit. Das Leitbild läuft auf zwei biblische Bilder hinaus — und die Wahl, die der Papst seinen Lesern in den Mund legt.
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Wenn KI-Assistenten von selbst suchen, nachfragen oder Tests vorschlagen, wirkt das schnell wie Eigeninitiative. Und wenn sie etwas nicht tun, wirkt es wie Unfähigkeit. Meistens steckt dahinter aber weder Wille noch Grenze, sondern Konfiguration: Defaults, Tools und Erlaubnisse.
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Deep Thought, Thomas von Aquin und ein modernes Sprachmodell sagen denselben Satz: Über das, was nach ihnen kommt, können sie nicht urteilen. Doch ist das Demut, Statistik oder nur eine literarische Geste? Der Text fragt, ob sich echte Tiefe von imitierter Tiefe überhaupt von außen unterscheiden lässt — und ob Menschen dabei wirklich so anders sind als Maschinen.
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